
Zur Gewalt am Grenzzaun zwischen dem Gaza-Streifen und Israel erklärt der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Hellmut Königshaus, unter anderem:
„[…] Der israelische Staat kann es ebenso wenig wie jeder andere Staat zulassen, dass Gewalttäter mit unfriedlicher Absicht auf sein Territorium gelangen. Wenn Gewalt Erfolg hätte, weil die Verantwortlichen sich scheuen, ihr aus Sorge um die Meinung anderer entgegenzutreten, hätte die Gewalt und nicht das Recht gesiegt.
Ein souveräner Staat muss seine Grenzen schützen dürfen. Das gilt selbstverständlich auch für Israel, das zudem einer beständigen Bedrohung durch Terroristen ausgesetzt ist, die die Grenze durch Fluchttunnel oder gedeckt durch aufgestachelte Menschenmassen überwinden wollen, um in Israel bei Anschlägen möglichst viele Menschen zu töten. Dies war möglich, solange Israel seine Grenzen nicht geschlossen hatte, wie während der „Intifada“ die zahlreichen Anschläge auf Linienbusse und andere „weiche Ziele“ im Lande zeigten. Israel begegnet dieser Gefahr, indem es jedes illegale Überschreiten der Grenze unterbindet.
Wer einen anderen, friedlicheren Weg kennt, um dem zynischen Kalkül der Hamas zu begegnen und Israels Bevölkerung zu schützen, mag ihn nennen. Wer selbst keine andere Lösung kennt außer der Aufforderung an Israel, sich aufzugeben und die Sicherheit seiner Bürger zur Disposition zu, mag lieber schweigen.“
Berlin, den 15. Mai 2018
Deutsch-Israelische Gesellschaft
Bundesgeschäftsstelle