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Der Iran im Umbruch – eine Journalistin aus Teheran berichtet
Februar 18 @ 18:30 - 21:30
KostenlosDie Lage im Iran spitzt sich derzeit dramatisch zu: Tausende Menschen demonstrieren Schulter an Schulter gegen das Mullah-Regime. Die Staatsführung reagiert mit extremer Gewalt, schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen und Massakern an der Zivilbevölkerung. Willkürliche Festnahmen, brutale Niederschlagung von Demonstrationen sowie Hinrichtungen im Eilverfahren erzeugen ein Klima der Angst. Zugleich werden Internet- und Mobilfunkverbindungen teilweise großflächig eingeschränkt, was die unabhängige Berichterstattung zusätzlich erschwert.
Die islamistische Staatsdoktrin prägt den Alltag vieler Menschen, verschärft gesellschaftliche Spannungen, schürt Hass auf den Westen und befördert antisemitische Narrative – mit gravierenden Folgen, insbesondere für Frauen, religiöse und ethnische Minderheiten sowie für alle, die die autoritären Strukturen kritisieren.
Mit diesem Vortrag möchten wir Einblicke in das Leben im Iran vor der Einführung der Scharia geben, die aktuelle Lage der Protestbewegungen einordnen und der Frage nachgehen, welche Voraussetzungen für nachhaltige und tiefgreifende politische Veränderungen im Iran notwendig sind.
Die Referentin wurde in Teheran geboren und hat die frühen Jahre der Islamischen Republik sowie den Iran-Irak-Krieg miterlebt. Sie studierte Kunst und fand ihren Weg über Mode zum Journalismus. Im deutschen Exil bildete sie sich im Bereich Informatik weiter, setzte ihre journalistische Arbeit fort und engagiert sich politisch wie zivilgesellschaftlich.
Heute lebt Sara mit ihrer Tochter im Raum Karlsruhe und arbeitet als Pädagogin. Theater und Kunst begleiten sie seit jeher; wo immer sie ist, trägt sie das Leitbild eines freien Irans in die Welt.
Sie ist überzeugt, dass tiefgreifende politische und gesellschaftliche Veränderungen – bis hin zu einem grundlegenden politischen Wandel ohne Rückfall in autoritäre Strukturen – unmittelbare Auswirkungen auf die Stabilität und Sicherheit im Nahen Osten und in Europa haben. Mit ihrer Aufklärungsarbeit leistet sie einen wichtigen Beitrag.
