Hellmut Königshaus, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, erklärt im Interview, ob er eine Zwei-Staaten-Lösung für realistisch hält und warum der Antisemitismus in Deutschland wächst.
Ein Interview im Weser-Kurier:
Herr Königshaus, jeden Freitag kommt es an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Ist das ein neuer Tiefpunkt im Verhältnis zwischen Israelis und Palästinensern?
Ob das ein Tiefpunkt im Verhältnis zu den Palästinensern insgesamt ist, weiß ich nicht. Aber im Verhältnis zur Hamas mit Sicherheit. Das ist eine Situation, in der Menschen aufgehetzt und zur Gewalt aufgefordert werden – wohlwissend, dass man sie damit in Gefahr bringt. So werden sie zu menschlichen Schutzschilden für Straftäter und Terroristen, die unter Deckung einer demonstrierenden Menschenmasse nach Israel eindringen und Terrorakte verüben wollen. Wenn auf diese Weise Terroristen ungehindert nach Israel eindringen würden, wäre es relativ schnell um die Sicherheit der Bevölkerung geschehen. Das kann keine Regierung zulassen.
Ist denn die einst favorisierte Zwei-Staaten-Lösung überhaupt noch realistisch?
Ja, ich denke schon. Die politischen Führer der Palästinenser und auch die arabischen Staaten müssten eigentlich nur etwas ganz Selbstverständliches tun: Sie müssten sich durchringen, Israel und seine Existenz anzuerkennen, wenn es zu einer Zwei-Staaten-Lösung kommen soll. Solange aber die Hamas und auch die PLO die Vernichtung Israels anstreben, sind sie es, die im Grunde genommen die Bildung eines palästinensischen Staates blockieren.
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